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Traditionelles Handwerk formt digitales Bauunternehmen

Von Generation zu Generation mit Tradition und hinein in das Zeitalter des digitalen Handwerks. Wie alles begann und wohin die Reise geht.

Sobald man ein bisschen an der Eingangstüre zieht, öffnet sie sich automatisch und gewährt Zutritt in ein Gebäude, dessen Inhaberfamilie ihre regionalen Wurzeln gut kennt und immer mindestens einen Schritt in die Zukunft weiterdenkt. Eine Treppe führt hinauf in das erste Bürostockwerk. Bereits im Empfangsbereich werden die Gäste herzlich begrüßt. Man fühlt sich sofort willkommen. Die Mitarbeiter, die gerade von Büro zu Büro oder einfach nur in die Kaffeeküche gehen, sagen überaus freundlich „Grüß Gott“. Die Unternehmensphilosophie spiegelt sich im Teamgeist wider. Die Dynamik und der Wille, Dinge zu bewegen, sind bei RIEDERBAU ganz stark erlebbar.

 

GENERATION I

Seniorchef Toni Rieder ist der Wegbereiter eines Unternehmens, das nicht nur mit der Zeit geht, sondern diese aktiv mitgestaltet. Im Interview gibt er Einblicke in die Anfangsphase und wie die Entwicklung weiterging:

Herr Rieder, erzählen Sie uns von Ihrem persönlichen Werdegang.

Ich habe damals eine klassische Maurerlehre absolviert. In dieser Zeit war es gar nicht so einfach, eine Lehrstelle zu bekommen, ganz unabhängig von einem guten Zeugnis. Man durfte nicht sonderlich wählerisch sein und musste sich mit dem zufrieden geben, was man bekam. Das ist heutzutage anders. Doch eine Lehre hat noch immer Hand und Fuß. Wenn man sich für ein Handwerk entscheidet, stehen einem zahlreiche Türen offen. Ich war im Anschluss neun Jahre bei der Firma Kurz als Bauleiter tätig. Wir hatten eine Filiale in Kufstein und ich betreute die Baustellen in der Umgebung. Ab Oktober 1975 beteiligte ich mich bei der Firma Premm.

Ab wann hieß das Unternehmen Rieder-Premm und ab wann RIEDER?

Wir haben die Firma 1977 als Rieder-Premm eintragen lassen. 1980 entschloss ich mich, das Unternehmen zu kaufen und auf RIEDER umzubenennen.

Was war damals das erste größere Projekt, das Sie als frischgebackener Unternehmer mit RIEDER-Premm umsetzten?

Die landwirtschaftliche Schule in St. Johann. Wir waren zu dritt im Büro – mein Partner, eine Sekretärin und ich. Mit den Bauarbeitern waren wir circa 25 Mitarbeiter und haben praktisch alles selbst gemacht.

Wie ging es unter dem Namen RIEDER weiter?

Wir haben große Baustellen, wie beispielsweise die Wirtschaftskammer in Kufstein, in Baumeistertätigkeit betreut. Um das Volumen abzudecken, mussten wir kontinuierlich Leute einstellen. Im Vergleich zu heute waren die Baustellen damals viel primitiver. Wir hatten weder die Materialien noch die Maschinenausstattung von heute und haben sogar noch direkt auf der Baustelle gemischt.

Wie sehen Sie die Entwicklungen durch die Digitalisierung?

Natürlich muss man als Unternehmer immer in die Zukunft denken und die technologischen Entwicklungen vorantreiben, sonst fällt man irgendwann zurück. Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten, man muss mit ihr arbeiten. Ich selbst hätte das ohne Anton als Nachfolger nicht mehr in Angriff genommen.

GENERATION II

Im Jahre 1999 trat mit Anton Rieder die nächste Generation ins Unternehmen ein. Der junge Baumeister von damals hatte schon sehr früh die Vision, RIEDERBAU zu einem technologiestarken Bauunternehmen auszubauen.

Herr Rieder, was waren Ihre ersten beiden größeren Projekte?

Das war zum einen der Neubau der Firma Viking in Langkampfen, die damals von Kufstein an den neuen Standort gezogen ist. Und im Anschluss das Kufsteiner Innotech-Gebäude. Beide Projekte waren bereits technologieorientiert.

Was ist Ihrer Meinung nach eine der größten Veränderungen im Bausektor?

Man konnte tatsächlich wesentlich effizienter arbeiten. Die Komplexität der Projekte wie auch die bautechnisch-rechtlichen Anforderungen waren damals noch nicht so hoch. Dazu kommt, dass wir über ein ganz anderes Potenzial an Facharbeitern verfügen konnten. Diese Effizienz können wir heute insofern nicht mehr abbilden, als dass wir nun viel mehr Details beachten müssen, die beispielsweise die Bauphysik betreffen, die Bauvorschriften oder die Barrierefreiheit. Diese Faktoren machen das Bauen am Ende auch teurer.

War Ihrer Meinung nach eine Lehre damals attraktiver?

Die Attraktivität von Seite des Angebotes ist grundsätzlich sicherlich nicht gesunken, im Gegenteil. Früher ging es auf der Baustelle rauer zu und alles war mühsamer. Heute herrschen tolle Bedingungen am Bau. Die Bauunternehmen achten auf ein optimales Umfeld für die Lehrlinge. Die Stückgewichte wie auch die Arbeitszeiten sind gesunken. Und mit neuen Inhalten, gerade was die Digitalisierung betrifft, ist eine Lehre am Bau so attraktiv wie nie zuvor. Eine Herausforderung ist sicher der demographische Wandel, dem wir uns stellen müssen.

Was war damals Ihre Vision für RIEDERBAU und wie ging die Entwicklung weiter?

Ich hatte keine allumfassende Vision, aber bestimmte Themen im Kopf, die mir am Herzen lagen. Nachdem ich zuvor in der Bauindustrie tätig war, habe ich doch so einiges mitbekommen und Dinge gesehen, die ich bei RIEDERBAU umsetzen wollte. Dazu zählten auch einfache Veränderungen wie die Integration eines fundierten Rechnungswesens. Dafür haben wir damals schon ein ERP-System eingeführt. So etwas nehmen manche Bauunternehmen erst heute in Angriff. Auch das bis zu diesem Zeitpunkt relativ selten angewandte Thema Marketing war mir wichtig. Zudem agieren wir seit meinem Einstieg vermehrt als Generalunternehmer im Gewerbe- und Industriebau sowie als privater Bauträger. Die Firma Viking war beispielsweise schon ein Auftrag in der Rolle des Generalunternehmers. Im Laufe dieser Projekte haben wir sehr schnell erkannt, dass wir uns anders aufstellen müssen, eine eigene Planung benötigen, uns Know-how in der Gebäudetechnik aneignen und ein Handwerkernetzwerk aufbauen müssen.

 

RIEDERBAU 4.0

Anton Rieder war es schon immer ein Anliegen, RIEDERBAU in Sachen Technologie voranzutreiben. Schon im Jahr 2011 setzte sich das Team mit der Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) auseinander, die zu diesem Zeitpunkt nur wenige in der Branche kannten. Der Baumeister möchte das Bauen in der Region smarter gestalten und Pionier im digitalen Handwerk sein. Um seine Zielstrebigkeit zu untermauern, wurde am Firmenstandort in Schwoich ein neuer Gebäudekomplex errichtet, in dem die digitale Welt erlebbar wird. Mit der Erweiterung werden Vorteile – wie etwa Lösungen mittels Computer-Aided Facility Management (CAFM), 3D-Projektor und Gebäudebesichtigungen mit Virtual Reality-Brillen – noch greifbarer für die Kunden.

EIN GEBÄUDE VOLL DIGITALER MÖGLICHKEITEN

Der neu eröffnete und äußerst energieeffiziente Gebäudetrakt umfasst 600 m 2 und ist eine Art Live-Lab für die Baustelle. Gerade für Unternehmen hat RIEDERBAU den neuen Trakt unter der Berücksichtigung von CAFM gebaut. Das Gebäude ist also eine Art Best Practice Beispiel und Grundlage für eigene Analysen sowie Auswertungen. Neben der digitalen Ausrichtung wurde in der Planung des neuen Gebäudekomplexes mit einer aufwändigen Klinkerfassade auch ein großes Augenmerk auf ein modernes Bürolayout gelegt. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stehen großzügige Arbeitsräume zur Verfügung, die in Sachen kommunikatives Arbeiten und ergonomische Annehmlichkeiten voll und ganz überzeugen.

VIRTUELLE REALITÄT

Herzstück des neuen Gebäudes ist die integrierte und hochmoderne Cave Lab – eine Art 3D-Kino für die Baubranche. Die Kundinnen und Kunden können hier ihr Gebäude begehen und sehen dieses schon fix und fertig, bevor es gebaut ist. Details, die auf den klassischen Plänen nur schwer vorstellbar sind, werden so sichtbar und Änderungen können rasch umgesetzt werden. Zudem wird das Labor als interaktiver Entscheidungsraum genutzt. Die Cave bietet den RIEDERBAU-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine übersichtliche Visualisierung, um die Sichtbarkeit der Daten, die Datenanalyse und die Entscheidungsfindung für Herausforderungen in den Planungsabläufen und in der Baulogistik zu verbessern. Um die digitale Kompetenz zu unterstreichen, war es 2019 an der Zeit, den eigenen Markenauftritt zu überdenken und der neuen strategischen Ausrichtung mit starkem Zielgruppenfokus anzupassen und frischer zu gestalten. Denn: Die Zukunft baut mit. Werfen Sie einen Blick auf die neue RIEDERBAU Website und erleben Sie eine dynamische Marke, die ihre traditionellen Wurzeln nie vergisst, jedoch technologisch ein Vorreiter ist.

EINE DIGITALE ANEKDOTE

Eine schöne Anekdote, die Anton Rieders frühe Begeisterung für Technologie beweist, ist folgende: Richard Thrainer, Leiter des Bereichs Architektur und integrale Planung bei RIEDERBAU, und Anton besuchten im Jahr 1987 gemeinsam die dritte Klasse der HTL in Innsbruck und wurden das erste Mal mit einem PC konfrontiert. Die beiden Technikfreaks kauften sich vom Ersparten aus dem Ferienjob bei RIEDERBAU gemeinsam einen PC und installierten sich ein einfaches CADProgramm. Sie waren so fasziniert von der Technologie und der integrierten Funktion des „Hidden Line“ Zeichnens, dass die beiden in ihrem Kämmerlein die Vorhänge schließen mussten, um die Wirkung dieser Linien besser sehen zu können. Zu diesem Zeitpunkt war es um die beiden geschehen. Sie begannen selbst zu programmieren und schrieben ihre eigene Software, die sogar bei RIEDERBAU zum Einsatz kam.

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